Erste Hilfe bei Katzen

Erste Hilfe für Katzen – Was tun im Notfall

Im Notfall kann Ihre Erste Hilfe Leistung Leben retten. Für Sie als Katzenbesitzer ist es wichtig im Ernstfall zu wissen, was zu tun ist.

Erste Hilfe Grundlagen

  • Kontaktaufnahme: Ist die Katze ansprechbar und reagiert auf Sie? Gehen Sie vorsichtig auf das Tier zu, auch wenn es Ihre Samtpfote ist, unter Schmerzen oder im Schock könnte es Sie beißen oder kratzen. Ihre eigene Sicherheit hat immer Vorrang. Prüfen Sie dann vorsichtig den Zustand der Katze.
  • Vitalzeichen: Ist das Tier bei Bewusstsein, atmet es (hebt sich er Brustkorb)? Wirkt die Katze völlig leblos, kann sie womöglich nur noch durch sofortige Wiederbelegungsmaßnahmen gerettet werden.
  • Verletzungen: Ist eine Wunde zu sehen, verliert das Tier Blut? Wenn die Schlagader verletzt ist muss sofort abgebunden  oder fest abgedrückt werden um das Verbluten zu verhindern.
  • Hilfe holen: Schnell und ruhig den Fall einschätzen und jenachdem so schnell wie möglich zum Tierarzt. Informieren Sie Ihren Tierarzt über Ihr kommen, schildern Sie was passiert ist. So kann dieser auch gleich alles für Sie vorbereiten.

Prüfung der Lebensfunktionen

Bei einer bewusstlosen Katze können Sie wie folgt ihren Zustand prüfen:

  • Atmung: Hebt und senkt sich der Brustkorb?
  • Reaktion: Ist das Tier ansprechbar?
  • Kreislauf: Heben Sie die Oberlippe und drücken mit einem Finger kurz auf das Zahnfleisch. Nach spätestens 2 Sekunden sollte sich das Zahnfleisch wieder rosa färben, wenn nicht, hat die Katze vermutlich einen Kreislaufschock.
  • Puls: Er wird an der Innenseite des Oberschenkels gemessen. Den Herzschlag können Sie in Höhe des Ellebogens am Brustkorb spüren. Versuchen Sie das vorher mal an Ihrer gesunden Katze, dann finden Sie die richtige Stelle im Notfall schneller. Sie werden feststellen, dass das gar nicht so einfach ist.
  • Pupillenreflex: Atmung und Herzschlag ist nicht wahrnehmbar, aber die Pupillen reagieren noch. Sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen.
  • Kein Pupillenreflex: Wenn keine Atmung und kein Herzschlag mehr festgestellt werden kann und auch die Pupillen nicht mehr reagieren, kommt jede Hilfe zu spät.

Schock

Noch vor allen anderen Notfallmaßnahmen ist die Bekämpfung des Schockes das Wichtigste!

Anzeichen für einen Schockzustand:

  • schnelle Atmung
  • rasender Puls
  • blasse Schleimhäute (Druckprobe am Zahnfleisch durchführen)
  • niedrige Körpertemperatur (Beine fühlen sich kalt an)

es folgt:

  • langsame, flache Atmung
  • unregelmäßiger Herzschlag
  • reaktionslos

Zuerst „stabile Seitenlage„, legen Sie die Katze auf die Seite und strecken den Kopf, unter das Becken und die Hinterbeine kommt ein Kissen, decken Sie das Tier zu, damit es nicht weiter auskühlt. Nun können Sie sich um die jeweilige Verletzung kümmern bzw. wenn nötig, mit dem Wiederbelegungsmaßnahmen beginnen und dann sofort zum Tierarzt.

Maßnahmen zur Wiederbelebung

  • Atemwege frei legen: Öffnen Sie das Maul der Katze, ziehen Sie die Zunge vor und schauen Sie ob sich Erbrochenes, Schleim oder Fremdkörper darin befinden und befreien Sie das Tier davon. Wenn nötig heben Sie die Katze mit den Hinterbeinen kopfüber in die Luft. Wenn Sie jedoch eine Wirbelsäulenverletzung vermuten, das Tier möglichst nicht bewegen.
  • Beatmung: Sind die Atemwege frei gelegt, kann das bewusstlose Tier beatmet werden. Die Zunge muss vorne liegen, mit der Hand wird das Maul umschlossen und durch die Nase des Tieres wird mit der Beatmung begonnen. Alle 3 Sekunden leicht beatmen. Der Brustkorb soll sich nur leicht heben.
  • Kreislauf: Wenn Sie sicher sind, dass ein Herzstillstand vorliegt, beginnen Sie mit der Herzdruckmassage. Legen Sie ein Tuch unter den Brustkorb, eine Hand flach auf den Brustkorb (Höhe Ellebogen) und mit 2 Fingern der anderen Hand pressen Sie schnell 5 bis 10 mal. Jetzt das Tier 1 bis 2 mal beatmen und in der Folge kontrollieren, ob das Herz wieder schlägt. Bei Bedarf Vorgang wiederholen.

Auch das Anlegen eines Verbandes muss mitunter vor der Fahrt zum Tierarzt passieren. Bei stark blutenden Wunden oder bei Verletzung der Schlagader muss sofort gehandelt werden.

Anlegen eines Verbandes

Bei stark blutenden Verletzungen, um enorme Blutverluste zu verhindern, muss schnell gehandelt werden. Ist ein arterielles Gefäß offen, welches stark blutet, muss direkt darüber abgebunden werden oder mit einem sauberen Tuch oder Tupfer abgedrückt werden.

Droht kein Verbluten, wird ein normaler Verband angelegt. Auf die Wunde kommt eine sterile Abdeckung, im Notfall für die Fahrt zum Tierarzt, kann auch ein sauberes Handtuch genommen werden.

Für Verbände die etwas länger halten müssen, kommt als erstes eine sterile Abdeckung auf die Wunde und dann wird mit Verbandwatte gepolstert. Bei Verbänden an den Pfoten muss zwischen den Zehen mit Watte gepolstert werden. Die Polsterung wird mit einer elastischen Binde straff angezogen. Aber bitte nicht zu fest, die Blutzirkulation darf nicht abgeschnürt werden. Dann folgt eine Schicht Klebeband oder Pflaster. Um ein Verrutschen zu verhindern kann der Verband mit Pflaster am Fell befestigt werden, aber bitte nicht auf der Haut.

Transport zum Tierarzt

Der Transport sollte möglichst rasch, mit Ruhe und behutsam erfolgen. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn eine Wirbelsäulenverletzung vermutet wird. Sollten Sie eine fremde verletzte Katze zum Tierarzt bringen, lassen Sie sich sicherheitshalber dort beim Ausladen helfen. Katzen können sich auch schwer verletzt noch gut verdeidigen.

Notfall Apotheke

In jedem Haushalt sollte eine, auf Verwendbarkeit überprüfte, Notfall Apotheke vorhanden sein. Für einen Notfall an Ihrer Katze können Sie diese ganz leicht ergänzen.

Empfohlener Inhalt der Katzen Notfall Apotheke:

  • Verbandwatte oder Polsterwatte
  • selbstklebende, elastische Binde (Bandage zum raschen befestigen eines Verbandes)
  • Jod Lösung (nicht bei großen Wunden verwenden)
  • Elektrolytlösung (Fremdkörper aus Augen spülen oder Wunden reinigen)
  • Mullbinden (Verband oder Druckverband)
  • sterile Tupfer (Gazetupfer, Mulltupfer)
  • Wundsalbe (darf nicht brennen)
  • abgerundete Verbandschere
  • Kalzium Trinkampullen (nach Insektenstich)

Es gibt die unterschiedlichsten Arten, wie sich eine Katze verletzen kann. Neben äußerlichen und inneren Verletzungen kommt es nach einem Unfall auch oftmals zu einem Schock. Es gibt auch Umstände die eine allergische Reaktion oder Atemprobleme auslösen können.

Am wichtigsten ist es, seine Katze zu beobachten und auch kleine Auffälligkeiten in ihrem Verhalten ernst zu nehmen. Denn Katzen leiden oft still. Nicht selten kommt es vor, dass ein vermutlich verstauchtes oder geprelltes Bein, in Wirklichkeit gebrochen ist. Lieber einmal zu oft zum Tierarzt gefahren, als bleibende Schäden zu riskieren.

Der BODY – ERSTE HILFE

Bei Verletzungen, diversen Wunden oder natürlich nach Operationen, bietet dieser Body einen sicheren und angenehmen Schutz. Der Body sitzt wie eine 2. Haut und verhindert ein Kratzen, Schlecken oder Beißen an der Wunde. So kann diese sicher und rasch verheilen. Sie können ein Wundpad darunter, genau dort positionieren wo es, ohne zu verrutschen, gebraucht wird. Ein rundum bequemer und praktischer Schutz.

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